FortgeschrittenSchwierigkeit: ●●●●●· 1-2 Wochen

„Aus“ beibringen

Wenn er es schon im Maul hat, zählt nur, dass er es ohne Kampf loslässt.

„Aus“ beibringen

„Aus“ ist der Partner von „Lass es Sie“. Das Training ist anders: Das Objekt befindet sich bereits in seinem Maul und die Herausforderung besteht darin, ihm beizubringen, dass Loslassen besser ist als Festhalten. Zwang führt zu Ressourcenverteidigung.

Was du erreichst

  • Entfernt gefährliche Gegenstände ohne Kampf
  • Verhindert Ressourcenverteidigung
  • Macht das Spielen mit Spielzeug reibungsloser

Ein Hund, der auf Signal loslässt, ist ein Hund, dem man jedes Spielzeug anvertrauen kann.

Bevor du beginnst

  • · Toleriert Gegenstände im Maul, während deine Hand in der Nähe ist

Material

  • · Zwei identische Spielzeuge
  • · Sehr hochwertige Leckerlis

Schritt für Schritt

  1. 1

    Einfacher Tausch

    Gib ihm ein mittelmäßiges Spielzeug. Wenn er es hat, zeig ihm ein tolles Leckerli direkt vor der Nase. Die meisten Hunde lassen sofort los. In dem Moment, in dem er loslässt, sagst du „Aus“ und gibst das Leckerli.

  2. 2

    Zwei identische Spielzeuge

    Spiel mit einem davon. Wenn er voll dabei ist, hol das zweite heraus und bewege es. Um das zweite zu bekommen, muss er das erste loslassen. Markiere das „Aus“ genau in diesem Moment.

  3. 3

    Generalisieren mit uninteressanteren Gegenständen

    Übe mit einer Socke, Papier, der Fernbedienung. Gleicher Austausch.

  4. 4

    Ohne physische Belohnung, nur das Wort

    Wenn die Erfolgsquote bei 90 % liegt, sag „Aus“, ohne vorher ein Leckerli zu zeigen. Wenn er loslässt: Riesenfreude und Streicheleinheiten. Später nur noch gelegentlich ein Leckerli.

Häufige Fehler

  • Den Gegenstand entreißen (erzeugt Ressourcenverteidigung)
  • „Aus“ nur bei verbotenen Dingen verlangen (dann lernt er, sich zu verstecken)

Wenn etwas nicht klappt

Er lässt los und schnappt sich den Gegenstand wieder, bevor du das Leckerli geben kannst

Verbessere dein Timing. Markiere mit einem „Ja!“ genau in der Millisekunde, in der der Gegenstand das Maul verlässt, nicht danach.

Profi-Tipps

  • Übe das „Aus“ im täglichen Spiel, nicht als isolierte Übung. So lernt er, dass das Loslassen den Spaß nicht beendet.

Vertiefung

Das Signal „Aus“ ist entscheidend, um Ressourcenverteidigung zu verhindern – eines der am schwierigsten zu korrigierenden Verhaltensprobleme. Wenn es von Welpenbeinen an gut trainiert wird, beugt es Notfallbesuchen beim Tierarzt wegen verschluckter Gegenstände vor.

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